Sankt Florian

 

Florian:

Florian (* in Cannabiaca, dem heutigen Zeiselmauer bei Tulln; † 4. Mai 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch in Oberösterreich) war ein römischer Beamter, der zum christlichen Glauben übertrat und den Märtyrertod starb.

Da Florian sich unter anderem weigerte, den römischen Göttern zu opfern, wurde er zunächst vom Dienst suspendiert und mit Ehr- und Pensionsverlust in die Verbannung ins heutige Sankt Pölten geschickt.

Als einer Gruppe Christen in Lauriacum, dem heutigen Lorch, der Prozess gemacht werden sollte, war Florian trotz Verbannung angereist, um ihnen zu Hilfe zu kommen. Er wurde jedoch auf den Befehl des römischen Statthalter Aquilinus verhaftet und zusammen mit seinen Glaubensgenossen (den 40 Märtyrer von Lorch) zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 4. Mai 304 vollstreckt. Florian wurden, so heißt es in Schriften, mit geschärften Eisen die Schulterblätter zerschlagen, anschließend sei der Sterbende mit einem Mühlstein um den Hals in der Enns ertränkt worden.

Der Sage nach wurde seine Leiche später von Anhängern geborgen und mit einem Ochsenkarren abtransportiert. An der Stelle, an der das Zugtier stehen blieb, wurde Florian begraben. Über seinem Grab entstand später das heutige Stift Sankt Florian

(Basierend auf Wikipedia)

Florian war eine Art Krisenfeuerwehr der ohne Rücksicht auf seine Person ” den bedrängten Christen in Enns- Lorch” zu Hilfe kam. Daß er auch sonst ein Feuer gelöscht hat, mag recht sein, ist aber eher eine Ablenkung seiner wirklichen Bedeutung. Und die Bitte: “Oh Heiliger Florian schütze unser Haus zünd’ andere an” ist eine Verhöhnung seines Wirkens. Menschen die fähig sind Krisenfeuerwehrer an den vielen Konfliktherden unserer Zeit zu sein, sind besonders gefragt.

Florian, Sebastian und Vinzenz von Portugal haben fast annähernd zur gleichen Zeit gelebt. Sebastian ist 288 n.Chr.d. Märtyrertod gestorben, Florian am 4. Mai 304 und Vinzenz ebenfalls 304. Alle 3 wurden ertränkt Florian in der Enns., Sebastian in der Cloaka maxima in Rom und Vinzenz an der atlantischen Küste. Sie haben sich für die Ausübung der christlichen Religion eingesetzt.

Ihre Saat ist aufgegangen: Schon 7 Jahre nach Florians Tod 311 gab Kaiser Galerius im Jahr 311 auf seinem Sterbebett das sogenannte Toleranzedik heraus; es gewährt den Christen freie Ausübung ihres Glaubens, solange die öffentliche Ordnung dadurch nicht gestört wird. Das Toleranzedikt des Galerius war vorher sowohl von Konstantin als auch von seinem kaiserlichen Gegner Maxentius akzeptiert worden –

von daher war die Schlacht an der Milvischen Brücke 312 kein Kampf des Christentums gegen das Heidentum, wie es oft dargestellt wird.

in der Mailändervereinbarung 313 wird das Toleranzedikt offiziell anerkannt.: sowohl den Christen als auch überhaupt allen Menschen freie Vollmacht, der Religion anzuhängen, die ein jeder für sich wählt“.